Galerie im Höchhuus

Ausstellung vom 18. November - 11. Dezember 2016

fotografische essays von urs fanger

Täglich fotografiert Urs Fanger das Zusammenspiel von Licht und Wasser in der Küsnachter Natur. Es entstehen Bilder, die Gegenständliches wie Abstraktes wiedergeben – eine einzigartige visuelle Poesie ist das Resultat.

Licht bahnt sich seinen Weg durchs Blätterdach über dem Küsnachter Tobel, tastet sich zum Bach und taucht dort in die Tiefe. Es entstehen phänomenale Lichtreflexe, Farbspiele und Spiegelungen. Der Küsnachter Urs Fanger fängt das faszinierende Naturschauspiel seit zwölf Jahren mit seiner Kamera ein. Was einst als Zeitvertreib während des Hundespaziergangs begann, ist für Urs Fanger zu einer Obsession geworden: Jeden Tag – oder auch in der Nacht – beobachtet er ästhetische Effekte, die im Tobel und den nahen Weihern oder auf dem Pfannenstil zum Vorschein kommen. „Die geheimnisvollen Formen und Farben, ihre Spannung oder Ruhe, die Verwirrung des ‚Zerrspiegelten‘ oder auch ölige Versilberungen faszinieren mich“, erklärt Urs Fanger. Seine Fotografien pendeln zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion bis hin zu Informellem und kippen zu Effekten der Malerei. Nun sind die gänzlich unbearbeiteten Bilder erstmals in der Galerie Höchhuus in Küsnacht zu sehen.

Prägende Lehrzeit

Für Kunst und Ästhetik interessierte sich Urs Fanger bereits in seiner Jugend, weshalb er sich für eine kreative Ausbildung entschloss: Nach der Kunstgewerbeschule in seiner Heimat Luzern, absolvierte er das Studium für Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung in Ulm (Hfg). Die Begegnungen und Zusammenarbeit mit Dozenten wie Johannes Itten, Max von Moos, Max Bill oder Alexander Kluge prägten die Denkens- und Schaffensweise von Urs Fanger. Der Schweizer Grafiker Verband holte ihn als Geschäftsführer zurück in die Schweiz, wo er dann voller Ideen und Tatendrang auch Vorsteher des Departements Design, Medien und Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) wurde und in dieser Funktion unter anderem die Studienbereiche Fotografie, Film, Game Design und Medienkunst initiierte und aufbaute. Urs Fanger engagierte sich zudem für Signaletik und Kunst im öffentlichen Raum, unter anderem im Auftrag der ETH; und noch heute ist er Mitglied der Baukommission in Küsnacht, wo er seit 1992 lebt.

         
oben: Küsnachter Tobel 27.7.2016     Schübelweiher 31.1.2015      


Eckdaten der Ausstellung von Urs Fanger in der Galerie Höchhuus Küsnacht

  • Vernissage: Freitag, 18. November 2016, 17 bis 20 Uhr
  • Öffnungszeiten Ausstellung: 18. November bis 11. Dezember;
    Freitag, Samstag, Sonntag 17 bis 20 Uhr
  • Künstlerapéro: Sonntag, 27. November, 10 bis 20 Uhr
  • Finissage: Sonntag, 11. Dezember, 17 bis 20 Uhr
  • Adresse: Galerie im Höchhuus Küsnacht, Seestrasse 123, 8700 Küsnacht

Mehr zum Programm

Jahresprogamm 2016 - Ausstellungen weiter ...

zum Seitenanfang

Galerie im Höchhuus Küsnacht

 Galerie Höchhuus KüsnachtDie Galerie im Höchhuus bietet Kunstschaffenden aus der Region die Möglichkeit, in ihren historischen Räumen auszustellen. Ein ehrenamtlich wirkendes Team organisiert jährlich 4 – 6 Ausstellungen zeitgenössischer Malerei, Bildhauerei und Fotografie. Das Programm wird auf Grund von Werkproben der interessierten Künstlerinnen und Künstler zusammengestellt.

Das Höchhuus war ursprünglich ein Doppelwohnturm. Seine ältesten Teile datieren aus dem Jahr 1267. Nach 1515 erhielt es seine heutige Gestalt mit dem Aufbau des Riegelwerkes, dem Walmdach und dem seeseitigen Anbau. Ende der sechziger Jahre sollte es der Verkehrsplanung zum Opfer fallen. Zur Rettung des historischen Gebäudes formierte sich eine Stiftung, welche mit Hilfe von Bund, Kanton, Gemeinde und privaten Spendern das Haus renovierte und unter Schutz stellen liess. Die Gemeinde Küsnacht mietet das Höchhuus und stellt es für kulturelle Zwecke zur Verfügung.