Galerie im Höchhuus

Ausstellung vom 14. - 30. Oktober 2016

formen- und fabrenspiel - Werke von guido di arba

In der konkreten Kunst fühlt sich Guido di Arba zuhause. Er präsentiert eine umfangreiche Schau aus den vergangenen fünf Jahren seines Kunstschaffens in der Galerie Höchhuus in Küsnacht.

Geometrie hat Guido di Arba schon immer fasziniert. Der 60-jährige Zürcher Architekt und Künstler mit italienischen Wurzeln, der mit bürgerlichem Namen Guido Rigutto heisst, spielt mit Linien, Flächen und Farben in Zwei- und Dreidimensionalität. Einen Überblick über seine Schaffensperiode von 2012 bis heute zeigt er nun in der Galerie Höchhuus in Küsnacht: Zu den älteren Werken gehören beispielsweise Skulpturen mit dem Titel „fiamma“. Es sind Holzfiguren, die aus den selben Elementen entstanden sind. Je nachdem, wie der Künstler sie zusammengesetzt hat, ähneln sie einer Flamme oder einer Blüte. Für die Serien mit dem Titel „Striscie“ (Streifen) arbeitete di Arba einerseits mit Mustern, die an ein Geflecht erinnern, und verwendete dazu Emulsionsfarben auf Leinwand. Andererseits trug er die Farben auf Schaumstoffplatten auf, die er anschliessend auseinanderschnitt und aus den entstandenen Streifen jeweils ein neues Gemälde zusammensetzte. Auch bei seinen dreidimensionalen Gemälden aus Buchenstäben steht das Zusammenspiel farbiger Streifen im Vordergrund. Ganz anders ist die jüngste Arbeit des Künstlers: Di Arba experimentierte auf dem iPad mit Adobe-Programmen und bearbeitete danach die entstandenen Gemälde mit dem Photoshop. „Ich probiere gerne neue Arbeitsweisen und Materialien aus. Arbeite aber oft parallel an den unterschiedlichen Werken“, so di Arba.

Vom Architekt zum Künstler
Guido Rigutto hat seine künstlerische Tätigkeit 2001 begonnen – als Ausgleich zu seiner Arbeit als selbständiger Architekt. Sein Pseudonym Guido di Arba ist eine Hommage an seinen Geburtsort Arba (Pordenone, Friaul) in Italien und hilft, Beruf und Kunstschaffen klar zu trennen. Während seiner Architektenlaufbahn – unter anderem bei Theo Hotz –, hatte di Arba immer wieder Gelegenheit, namhafte Künstler wie Jürg Altherr, Roman Signer, Niki de Saint-Phalle oder Jean Tinguely bei ihren Projektarbeiten zu unterstützen. Di Arba: „Ihr tiefgründiger und gleichzeitig lockerer Umgang mit Kunst beeindruckte und inspirierte mich. Dank dieser Erfahrung wagte ich den Schritt, selber Kunst zu machen.“

Eckdaten der Ausstellung von Guido di Arba in der Galerie Höchhuus Küsnacht

  • Vernissage: Donnerstag 13. Oktober 2016, 17 bis 20 Uhr
  • Öffnungszeiten Ausstellung: 14. bis 30. Oktober 2016,
    Freitag 17 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr
  • Künstlerapéro: Freitag, 21. Oktober, 17 bis 19 Uhr
  • Finissage: Sonntag, 30. Oktober, 14 bis 17 Uhr
  • Adresse: Galerie im Höchhuus Küsnacht, Seestrasse 123, 8700 Küsnacht

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Galerie im Höchhuus Küsnacht

 Galerie Höchhuus KüsnachtDie Galerie im Höchhuus bietet Kunstschaffenden aus der Region die Möglichkeit, in ihren historischen Räumen auszustellen. Ein ehrenamtlich wirkendes Team organisiert jährlich 4 – 6 Ausstellungen zeitgenössischer Malerei, Bildhauerei und Fotografie. Das Programm wird auf Grund von Werkproben der interessierten Künstlerinnen und Künstler zusammengestellt.

Das Höchhuus war ursprünglich ein Doppelwohnturm. Seine ältesten Teile datieren aus dem Jahr 1267. Nach 1515 erhielt es seine heutige Gestalt mit dem Aufbau des Riegelwerkes, dem Walmdach und dem seeseitigen Anbau. Ende der sechziger Jahre sollte es der Verkehrsplanung zum Opfer fallen. Zur Rettung des historischen Gebäudes formierte sich eine Stiftung, welche mit Hilfe von Bund, Kanton, Gemeinde und privaten Spendern das Haus renovierte und unter Schutz stellen liess. Die Gemeinde Küsnacht mietet das Höchhuus und stellt es für kulturelle Zwecke zur Verfügung.